Themenzentrierte Interaktion (TZI)
TZI als Gestaltungs- und Analyseansatz für berufliche Bildungsprozesse
In der Tradition der humanistischen Psychologie stehend, bezieht sich die "Themenzentrierte Interaktion (TZI)" in erster Linie auf die Gestaltung und Betrachtung von gruppendynamischen Prozessen im Kontext des Lernens. In der beruflichen Bildung ist sie in den 70er Jahren bezogen auf berufsschulische Lernprozesse rezipiert worden und erfuhr in den 90er Jahren eine Renaissance im Kontext neuer Arbeitsorganisationsformen in Unternehmen und der damit verbundenen Einführung von Gruppenarbeit.
Sie basiert auf einem einfachen Modell, demnach in allen Gruppenprozessen vier Faktoren entscheidend auf den Lernprozess wirken:
- ICH (als das jeweils beteiligte Individuum),
- WIR (als Moment der Gruppe),
- ES/THEMA (als der gemeinsame Gegenstand, mit dem sich die Gruppe befasst, oder Themen, die Bedeutung in der Gruppe erlangen und dann bearbeitet werden) und schließlich der
- GLOBE (die Umgebungsfaktoren, angefangen vom Raum, der Institution, bis zur Politik und dem Wetter und der ökonomischen Gesamtsituation einer Region).
Auch wenn die Methode überwiegend als didaktisches Orientierungsmodell für die Gestaltung von Gruppenlernprozese angewandt wird, so gibt es auch einige Anwendungsbeispiele zur Nutzung der TZI als Analyse- und Gestaltungsinstrument der beruflichen Bildung.
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