Kommunikations- und Informationssystem Berufliche Bildung (KIBB)

 

Sie befinden sich hier:

 

Themenzentrierte Interaktion (TZI)

TZI als Gestaltungs- und Analyseansatz für berufliche Bildungsprozesse

In der Tradition der humanistischen Psychologie stehend, bezieht sich die "Themenzentrierte Interaktion (TZI)" in erster Linie auf die Gestaltung und Betrachtung von gruppendynamischen Prozessen im Kontext des Lernens. In der beruflichen Bildung ist sie in den 70er Jahren bezogen auf berufsschulische Lernprozesse rezipiert worden und erfuhr in den 90er Jahren eine Renaissance im Kontext neuer Arbeitsorganisationsformen in Unternehmen und der damit verbundenen Einführung von Gruppenarbeit.
Sie basiert auf einem einfachen Modell, demnach in allen Gruppenprozessen vier Faktoren entscheidend auf den Lernprozess wirken:

  • ICH (als das jeweils beteiligte Individuum),
  • WIR (als Moment der Gruppe),
  •  ES/THEMA (als der gemeinsame Gegenstand, mit dem sich die Gruppe befasst, oder Themen, die Bedeutung in der Gruppe erlangen und dann bearbeitet werden) und schließlich der
  • GLOBE (die Umgebungsfaktoren, angefangen vom Raum, der Institution, bis zur Politik und dem Wetter und der ökonomischen Gesamtsituation einer Region).

Auch wenn die Methode überwiegend als didaktisches Orientierungsmodell für die Gestaltung von Gruppenlernprozese angewandt wird, so gibt es auch einige Anwendungsbeispiele zur Nutzung der TZI als Analyse- und Gestaltungsinstrument der beruflichen Bildung. 


 

 

 

Vorträge/Präsentationen/Materialien:

 


 

Ausgewählte Literatur:

  • TZI und Berufs(aus)bildung Schapfel-Kaiser, Franz
    In: Schneider-Landolf, Mina; Spielmann, Jochen; Zitterbarth, Walter (Hrsg.): Handbuch Themenzentrierte Interaktion (TZI). - Göttingen. - (2009), S. 332-336
  • Praxisbezogene Qualitätsanalyse mit TZI am Beispiel einer Qualitätsschulung Franz Schapfel-Kaiser
    In: Rützel, J. (Hrsg.): Entwicklung und Umsetzung von Qualitätsstandards in der Berufsbildung. Bielefeld 2000
  • TZI. Pädagogisch-therapeutische Gruppenarbeit nach Ruth C. Cohn Löhmer, C.; Standhardt, R. (Hrsg.)
    2. Aufl. Stuttgart 1993
  • Themenzentrierte Interaktion. Einführende Texte rund ums Dreick Langmaack, B.
    Weinheim 1991
  • Von der Psychoanalyse zur Themenzentrierten Interaktion Cohn, R.
    11.Aufl. Stuttgart 1992
  • Themenzentrierte Interaktion in der Evaluation von Teamarbeit Faßhauer, Uwe
    In: Faßhauer, U.; Bendig, B.; Giebenhain, D.; Rützel, J.(Hrsg.): Beweglichkeit ohne Beliebigkeit - Modularisierung und Schulentwicklung in der beruflichen Bildung. Bielefeld 2001
  • Themenzentrierte Interaktion als Gestaltungsinstrument und Forschungshilfe für berufliche Bildungsprozesse in aktuellen Wandlungsprozessen Schapfel-Kaiser, Franz
    In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik. 93 (1997) H 5, S. 500-520
  • Betriebliche Ausbildung, Subjektorientierung und Themenzentrierte Interaktion. Schapfel-Kaiser, Franz
    In: Eckert, M.; Rützel, J. (Hrsg.): Didaktische Innovationen: Subjektorientierte Lernsituationen gestalten. Darmstädter Beiträge zur Berufspädagogik, Bd. 18, Alsbach 1997
  • Die ,Logik der Sachen' mit der ,Logik der Emotionen' vermitteln. Ein Beitrag der TZI zur Didaktik und Professionalisierung in der beruflichen Bildung Fasshauer, Uwe
    In: Themenzentrierte Interaktion 18. Jg. Heft 2, Herbst 2004


 


 

Treffer aus der Literaturdatenbank:

Alle anzeigen

 


 

 

 

Letzte Änderung: 25.11.2009